Informationen zur Keramikbeschichtung

Pfannen mit Keramikbeschichtung verdrängen ihre Teflon-Konkurrenten zunehmend und haben die Gunst der Kunden erlangt. Den richtigen Umgang vorausgesetzt, wird man in kurzer Zeit die hervorragenden Brateigenschaften der Keramikpfannen schätzen lernen und kann sich über die Möglichkeiten des fettreduzierten Kochens freuen.

Die ideale Beschichtung einer Pfanne
Die ideale Beschichtung einer Pfanne sollte die folgenden Eigenschaften erfüllen:
  • korrosionsbeständig
  • extrem leicht zu reinigen
  • kratzfest und abriebfest
Selbstverständlich sollten die Antihaft-Eigenschaften auch nach langer Nutzung unverändert gut sein.

In der Praxis sind auch Keramikpfannen einem gewissen Verschleiss ausgesetzt und halten nicht ewig. Allerdings verzeihen Sie so manchen Fehler, der bei sogenannten Teflonpfannen zu zerkratzten Oberflächen führt.

Aufbau der Keramikbeschichtung

Aufbau der Keramikpfannen-Beschichtung
Aufbau der Keramikpfannen-Beschichtung

Grundsätzlich ist der Aufbau bei allen Keramikpfannen ähnlich. Unterschiede gibt es, abhängig vom Hersteller, bei der Materialzusammensetzung sowie Art und Dicke der verschiedenen Schichten.

Moderne Pfannen zeichnen sich durch gut Wärmeleitung und -verteilung aus. Sie ist das direkte Resultat aus dem Aufbau der Keramikpfanne.

Beim Pfannenkörper kommt in der Regel Edelstahl oder Aluminium zum Einsatz. Sofern die Pfanne für die Nutzung mit Induktionskochfeldern geeignet ist, enthält der Pfannenboden einen magnetisierbaren Kern. Etwas seltener sind gusseiserne Pfannenkörper mit Keramikbeschichtung.

Häufig werden die Pfannen nicht aus einem Stück gefertigt, sondern aus einem Pfannenboden und einem Pfannenkörper. Auf dem Pfannenkörper ist eine Schutzschicht aufgebracht, der vor Abrieb und Korrosion schützt. Auch wenn es nicht empfehlenswert ist: Viele Hersteller werben damit, dass man bei der Nutzung der Pfanne keinen Pfannenwender zur Schonung benötigt – weil die Beschichtung so hart ist.

Die oberste Schicht der Pfanne ist die Antihaftschicht. Sie sorgt dafür, dass Speisen in der Pfanne nicht anbrennen oder festkleben. Die meisten Hersteller setzen aus optischen Gründen auf eine weiße Oberfläche. Die Farbe ist für Antihafteigenschaften jedoch unerheblich.

Beim Griff der Pfanne setzen die meisten Hersteller auf Kunststoffgriffe. Es gibt aber auch Pfannenmodelle im hochpreisigeren Bereich, die einen Holzgriff vorweisen können.

Keramikpfannen im Vergleich zu sogenannten Teflon-Pfannen

Die Vorteile der modernen Keramikbeschichtung ergeben sich aus der Kombination von Bewährtem: Die Antihaftversiegelungen der beliebten „Teflon-Pfannen“ basieren auf einem weichen Kunststoff, der als Polytetrafluorethylen (PTFE) bekannt ist.

Polytetrafluorethylen (PFTE)
Bei Polytetrafluorethylen handelt es sich um eine Art Kunststoff, welches in seiner Form hauptsächlich als Teflon bekannt ist. Allerdings wird dieses Gemisch auch oft als Fyneon oder Gore-Tex bezeichnet.

Verstärkt man diese Beschichtung mit Keramikpartikeln, wird sie härter. Es bleiben jedoch gesundheitliche Bedenken im Raum: Werden solche Pfannen zu hoch erhitzt, kann Ausdünstungen kommen. (Mehr zum Thema gesundheitlicher Vorteil von Keramikpfannen haben wir ebenfalls zusammengestellt.)

Besser sind daher Beschichtungen, die ohne PTFE hergestellt werden. Hierzu zählen unter anderem die Modelle von WMF, Berndes, GreenPan und auch Silit.

  • Extrem kratzfest.
  • Kein Anbrennen der Speisen.
  • Leichte und problemlose Reinigung.

Die Angst vor Schadstoffen in der Beschichtung basiert auf der Nutzung von Kunststoffen und deren Verhalten bei großer Hitze. Durch die technisch hohe Entwicklungsreife der Keramikbeschichtungen ist diese Angst bei solchen Pfannen unbegründet.

Die Reinigung von Keramikpfannen ist nahezu ein Kinderspiel, da die Keramikschicht dem Prinzip des Lotusblüten-Effekts folgt. Bei vielen sogenannten Teflon-Pfannen wird die Reinigung hingegen schon einmal zur Qual, wenn angebrannte Speisereste entfernt werden müssen.

Bei keramischen Beschichtungen reicht in aller Regel heißes Wasser, ein feuchtes Tuch und ein Spritzer Handspülmittel wieder für sauberen Glanz.